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51Â� 25' 40,98'' N 6Â� 41' 17,4'' O 25 (m ü. NN) ca. 416 m Länge
... das ist der Röttgenweg, gelegen im Stadtteil Asterlagen der Stadt Rheinhausen (Duisburg, NRW).
Der Röttgenweg und Umgebung
Die 1. Siedlung in Asterlagen
(siehe auch: 60/65-jähriges Bestehen der Siedlung Asterlagen, Festzeitschrift von Klaus Sefzig)
Am 12. März 1934 kaufte die Stadt Rheinhausen von dem Landwirt Johann Terlinden,
Winkelhausen, In den Laaken 4, für eine vorstädtische Kleinsiedlung 156 Ar Land zu einem
Preis von 11.940 Reichsmark. Das entspricht RM 0,76 pro qm. Es entstanden 16 Siedlerstellen.
Im Einzelnen: 2 Doppelhäuser an der Hindenburgstraße (nun Winkelhauser Straße ) und 6
gegenüberliegende Doppelhäuser am Röttgenweg. Die Häuser hatten 5 Räume und eine
Spülküche. Die monatliche Belastung des Siedlers betrug RM 20,- für die Tilgung. Nach 6
Jahren, also bereits 1940 wurden die Siedlerstellen zu Eigentum übertragen.
Die 2. Siedlung in Asterlagen
Die �Rheinische Post" schreibt am 7. 9. 1938: �36 neue Siedlerstellen in Asterlagen".
In Fortsetzung der bereits bestehenden Kleinsiedlung errichtete die Rheinische Kleinsiedlung
G.m.b.H. Düsseldorf im Stadtteil Asterlagen 36 Siedlerstellen, für die die Ausschachtungs- und Fundamentierungsarbeiten vor wenigen Wochen in Angriff genommen wurden. Auf dem Grundstück, das durch die Reichsbahnstrecke Trompet-Homberg, die Hindenburgstraße und die Hochheider Straße begrenzt wird, werden die neuen Siedlerhäuser erstellt, und zwar 15 Doppelhäuser und 6 Einzelhäuser. Davon kommen 1 Doppel- und 1 Einzelhaus an der Hochheider Straße zu liegen, 3 Doppelhäuser an der Hindenburgstraße und 11 Doppel- und 5 Einzelhäuser beiderseitig vom Röttgenweg, der das oben beschriebene Baugrundstück durchschneidet.
Wie wird gebaut?
Jedes Siedlerhaus besteht aus Wirtschaftsraum, Küche, Wohnzimmer, Elternschlafzimmer und Kinderschlafzimmer. An Zubehör weisen die Siedlerstellen dann noch 2 Keller auf sowie einen Kleintierstall für Schweine, Ziegen oder Schafe. Die Fläche, die jedem Siedler an Nutzland zur Verfügung steht, beträgt rund 800 Quadratmeter. Ein Teil dieser Nutzfläche dient Stallungen für Kleintiere wie Hühner, Gänse, Kaninchen usw. Der Preis einer Siedlerstelle darf nach dem Gesetz 7000,- Reichsmark nicht übersteigen, damit die Belastung in einem dementsprechenden Rahmen bleiben kann. Für diese ist als Höchstgrenze im Monat 35,- Reichsmark festgesetzt. Anmerkung: Zu dieser Zeit verdiente ein Bergmann um 500,- Reichsmark im Monat.
Gründung der Siedlergemeinschaft Asterlagen
Bedenkt man, dass die Siedlungshäuser in echter Nachbarschaftshilfe und mit viel Eigenleistung erstellt wurden, bot es sich geradezu an, dass sich viele Leute zusammenschlossen und einen Verein gründeten. Für die Nutzbarmachung der Gärten brauchte man Geräte und Dünger, Bäume und Sträucher, die gemeinsam in größeren Mengen preiswerter angeschafft werden konnten. So stand auch die Not Pate bei der Vereinsgründung. Mitbegründer waren 1939: Fritz Kiwitt, Otto Becker, Willi Rudnik und Johann Hövel.1. Vorsitzender oder 1. Gemeinschaftsleiter wie er sich damals nannte, war Fritz Kiwitt, 2. Gemeinschaftsleiter Johann Hövel. Die Organisatoren waren Otto Becker und Willi Rudnik. Rasch entwickelte sich unter den Gründern und den weiteren Mitgliedern eine rege Vereinstätigkeit. Die Verhältnisse haben sich inzwischen geändert. Die Selbstversorgung mit Gemüse und Obst und die Kleintierhaltung sind immer mehr in den Hintergrund getreten. So wurden 1962 noch über 800 Kg Einmachzucker, 150 Ballen Torf, 1500 Kg Saatkartoffeln, 1000 Kg Thomasmehl und 500 Kg Kalk von der Siedlergemeinschaft Asterlagen bestellt. Der steigende Wohlstand führte dazu, dass immer Nutzgärten in Ziergärten umgewandelt wurden. Eine Trendwende ist jedoch eingetreten: In vielen Gärten wird, wenn auch in kleinerem Maßstab, wieder Gartenbau in biologischer Weise betrieben.
Quelle: �Asterlagen mein Dorf� von Klaus Sefzig
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